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1.Herren, Härtetest leider nicht bestanden

13.02.2017

Am Samstag war der Liga-Dritte zu Gast in der Halle Nord in Glückstadt. An den letzten Heimsieg eine Woche zuvor konnte nicht angeknüpft werden, sodass der THW Kiel 2 das Spiel nach 60 Minuten mit einem 22:28 (13:17) für sich entscheiden konnte.

 

 

 

Es war eine Härteprobe und doch waren die Mannen um Trainer Manfred Kuhnke recht zuversichtlich, dass auch im Rückspiel ein oder zwei Punkte für das eigene Konto erarbeitet werden könnten. Erarbeitet, das war das Ziel für das Spiel gegen eine doch sichtbar spielerisch überlegene zweite Garde der schwarz-weißen Erstligisten. So sollte allem voran die Abwehr stabil stehen, um dann mit Rückenwind in den Angriffsmodus umschalten zu können.
Mit dem Anpfiff der beiden Unparteiischen Langmaack und Stüdemann zur gewohnten Zeit um 16.30 Uhr wurde das Konzept der Trainingseinheiten der vergangenen Woche dann auf den Prüfstand gestellt. So fingen die Blau Gelben mit nahezu bewährter Startaufstellung, in die Ludger Lüders zurückgekehrt war, an. Die Rechtsaußenposition musste allerdings von Lasse Janke für den erkrankten Torben Voss übernommen werden, wofür wiederum Malte Meisik die linke Außenposition besetzte.
Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen, in der sich beiden Seiten immer mal wieder mit einem Tor absetzten. Der THW ging somit in der vierten Minute mit 2:3 in Führung, welche durch einen Ausgleichstreffer von dem späteren Haupttorschützen des MTV, Birger Dittmer, in der zwölften Minute zum 6:6 Zwischenstand an Bedeutung verlor. Das gleichseitige Geben und Nehmen erübrigte sich dann ab der 23. Spielminute, als die Zebras sich mit drei aufeinanderfolgenden Treffern einen kleinen Vorsprung aufbauen konnten. Doch spätestens nach einem Team-Timeout in der Schlussphase setzte der Gast ein Ausrufezeichen für den Verlauf der zweiten Halbzeit und ging mit einem 13:17-Vorsprung in Kabine.


Aufstecken kam für die Männer des Steinburger Dorfes aber auf keinen Fall in Frage. Sichtlich erfreut über die kurze Verschnaufpause wurde die mentale Kraft noch einmal heraufbeschworen. Kuhnke machte noch zwei, drei klare Hinweise zum Spiel gegen die jungen Individualisten und betonte vor allem die faire Härte in der Abwehr, die den Städtern den Nerv rauben sollte.
Den Kampfgeist geweckt, arbeiteten die Herzhorner sich in die zweite Hälfte ein, konnten aber erst in der 44. Minute durch einen Treffer Malte Meisiks, der ein starkes Spiel ablieferte, auf zwei Tore verkürzen und die Spannung auf den Zuschauerbänken neu entfachen. Diese gaben sich große Mühe die Heimmannschaft durch kräftiges Klatschen zu Unterstützen. Das Quäntchen Glück fehlte jedoch. Oder vielleicht belief es sich auch auf die wenigen Möglichkeiten der Auswechselspieler im Rückraum sowie im Mittelblock, die „Puste“ ging mit fortschreitender Partie langsam aus und somit fehlte später auch die letzte Konzentration. Mit dem 20:23 von Mathis Jesse Petersen vom Siebenmeter-Punkt rund eine viertel Stunde vor Schluss zog die U23 Kiels zusehend davon. Auch Einwechslungen von Iven Pfeiffers und später Mattes Olde, welche durch eine kurze Deckungsweise gegen dieAngriffsspieler des THW Erleichterung für die Abwehr bringen sollten, konnten nicht entscheidend dazu beitragen, dass die Begegnung gedreht wurde. So feierten die Kieler, die die Herzhorner durch ihre konsequente laufstarke 3:2:1 Deckung auflaufen ließen, einen 22:28 Auswärtserfolg.

Doch ist der Samstag kein Grund zum Aufgeben! In der nächsten Woche steht mit HH-Barmbek der Spitzenreiter der Oberliga auf dem Programm. Diese Probe wird natürlich wieder ernst genommen und mit einer intensiven Auseinandersetzung des Gegners in den Trainingseinheiten und Zuhause mit Zuversicht angenommen.

 

 

 



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