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1.Damen, Der vergangene Samstag muss aus den Köpfen gestrichen werden!

07.11.2016

Am vergangenen Sonnabend waren wir zu Gast beim FC St. Pauli. Nach langen Gesprächen im Vorwege beim Training sowie speziellen Abläufen für den Spielaufbau sollten wir perfekt vorbereitet in die Partie gehen. Doch wir wurden leider eines Besseren belehrt.

Nachdem die Partie mit 20 Minuten Verspätung (das vorherige Spiel verzögerte sich) von dem Schiedsrichtergespann eröffnet wurde, erwischten wir den besseren Start und spielten ein 2:0 auf die Anzeigetafel. Unsere Abwehr stand an diesem Tag nicht so gut und stark wie in den vergangenen Wochen. Es wurde unglücklich gefoult, statt aggressiv die Gegenspielerin anzupacken. Zudem haben wir uns nicht gegenseitig in der Abwehr unterstützt sowie mit angepackt, wenn der Nebenspieler Hilfe benötigte. Lieber wurden die Fehler bei den anderen Mitspielerinnen gesucht, anstatt sich selbst und das Team zu motivieren, dadurch endlich wach zu werden und auf die richtige Route zu kommen.

 

Die Paulianerinnen nutzten unsere Schwäche clever und fanden ihren Weg ins Spiel. Ein unnötiges Foulspiel unsererseits bescherte Pauli in der 4. Spielminute den ersten 7m Strafwurf. Janina Nowack - ehemalige MTV Schützin - trat gegen Eike Jankowski an und scheiterte. Folgend fanden wir nicht den roten Faden im Angriff. Nichts lief, nichts gelang und der starke Rückhalt im Tor wurde weniger. Wir waren wie ausgewechselt. Was war los, wovor hatte man Angst? Zudem fehlten uns die leichten Tore von unserer Rückraumwucht Aimée von Pereira, die leider durch Termine bei der DHB Auswahl verhindert war. Zu leicht verloren wir den Ball und schlossen ohne Tor ab.

 

In der 9. Spielminute fingen wir uns die erste Zeitstrafe ein und mussten somit auch noch in Unterzahl spielen. Die immer stärker werdenden Paulianerinnen glichen in der 11. Spielminute zum 3:3 aus. Grund für unseren Coach die Auszeit zu nehmen, um uns wachzurütteln. Im folgenden Angriff konnten wir auf 4:3 erhöhen und zudem bekamen die Hamburgerinnen ihre erste 2 Minuten Strafe. Doch mehr bewirkte das Herzhorner Team-Time-Out nicht. Es lief weiterhin einfach nicht rund. Wir spielten zu wenig mit den Außenspielern sowie mit dem Kreisläufer. Die Schiedsrichter fuhren eine harte Linie, hart und schnell zu bestrafen. Dies ergab in der ersten Viertelstunde 5 gelbe Karten (2 x FC, 3 x MTV) und 3 x 2 Minuten Zeitstrafen (2 x FC, 1 x MTV). Inzwischen ging Pauli mit einem Doppelpack von Franziska Marie Diegel mit 6:4 in Führung. Infolge vergaben wir im Angriff die nächste gute Torchance um dran zu bleiben. Im Rückzugsverhalten versuchte Verena Wagner die ballführende Spielerin von Pauli an der Spielfeldlinie festzumachen. Dies gelang ihr, doch ihre Gegenspielerin fiel in Folge dieser Aktion zu Boden und räumte dabei noch Pauli-Coach Ralf Kardel ab. Der Pfiff ertönte und die Spielzeit wurde angehalten. Nach Ermessen des Schiedsrichtergespanns sah Verena Wagner für dieses Foul die rote Karte und war damit für den Rest der Partie disqualifiziert. Nach Wiederanpfiff der Partie nutzte Pauli die Überzahl und den Schock-Moment geschickt aus und legte weiter auf 9:5 vor.

 

Eine erneut vergebene Torchance gab Pauli wieder die Chance einen schnellen Angriff zu spielen, hierbei setzte eine Pauli-Spielerin ihren Sprungwurf so dicht vor unserer Abwehrreihe an, die sich in dieser Situation zu einer unüberwindbaren Mauer aufbaute, dass sie in den Doppelblock sprang und aufgrund einer zu geringen Körperspannung unkontrolliert auf den Boden fiel. Die nächste rote Karte für unser Team. Die Begründung der Schiedsrichter hierfür allerdings mehr als zweifelhaft - „…die Pauli-Spielerin musste länger Zeit auf dem Spielfeld behandelt werden…“. Diesmal erwischt es Janna Wilcke, die an dem Foul jedoch nicht beteiligt war. Entscheidung war gefallen, also Kopf hoch und anfangen zu kämpfen.

 

Nachdem die Zeitstrafe der roten Karte abgelaufen war, füllten wir auf. Jedoch ließ der nächste Schock nicht lange auf sich warten. In einem Kampf um den Ball rutschte eine Pauli-Spielerin so ungünstig in Jule Hinze rein, dass sie das Spielfeld verletzungsbedingt mit schmerzverzehrtem Gesicht verlassen musste und nicht mehr spielfähig war. Krankenhaus-Diagnose: Schlüsselbeinbruch links. Für die OP und den Heilungsverlauf wünschen wir dir alles Gute und hoffen, dass du bald wieder unser Team spielerisch unterstützen kannst!

 

Die Hamburgerinnen setzten sich bis zum Halbzeitpfiff auf 17:9. Ein wenig Wirkung zeigte die Halbzeitansprache vom Trainergespann Janke/Vogel in der zweiten Halbzeit. Wir waren nicht zu 100% da, doch das Spiel wurde etwas ansehnlicher und wir konnten zumindest die zweite Halbzeit mit 2 Toren Vorsprung für uns gewinnen und ließen damit 5 Tore weniger als in der ersten Halbzeit zu. Letztendlich reisten wir mit einer 29:23 Niederlage und 2 Minuspunkten im Gepäck nach Hause. Nun gilt es das erlebte zu verarbeiten und aus den Köpfen zu bekommen. Schließlich gibt es ja noch ein Rückspiel in Glückstadt, wo wir zeigen können, wie Heimstark wir sind.

 

Am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel an. Zu Gast in der Glückstädter Sporthalle ist der Tabellenzweite, der TSV Wattenbek. Anwurf ist um 18:30 Uhr. Also kommt vorbei und feuert uns an, sodass wir uns die wichtigen 2 Pluspunkte erkämpfen können.

 

 

MTV: Jankowski, Mevert, Schmidt, Y.Hesse 6(4/4), Martin,Stoldt 3, Hoffmann 1, Wilcke 1,

          Winkowski 4, Lipp 7, Langenberg 1, L.Hinze, J.Hinze, Wagner

 

FC: Krischewski 3, Plath, Amann 1, Nowack 4 (1/0), Dahle 3, Weber, Karallus 5 (1/1),

       Schröder 1, Bartels, Diegel 7 (1/0), Zboralski 5, Heiers, Thiele, Höhne



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